Muskelkater trotz Magnesium
oder
eine Idee, drei Verrückte, drei Zweiräder,
ein Termin: 13.06.2010 - 8. ADAC/DMC
Reinoldus-Sprint - 6h Rennen auf dem
Nürburgring GP Kurs

Dank dem pünktlichen Ende der VLN am 12.6. kamen wir kurz nach 18 Uhr ins
Fahrerlager.
Oli unser "Chef de la Box", sein Bruder Toto, Marc #7 und die Dunn Crew warteten
schon auf Einlass.
Unsere Box 9 wurde zügig frei und auch die Anmeldung beim DMC konnte
schnell erledigt werden.
Die technische Abnahme wurde in Box Nr. 3
durchgeführt.


Dank guter Vorbereitung gab es ohne Probleme die Plaketten und alle Formalitäten für das
Rennen waren abgeschlossen.
Die Box wurde eingeräumt und der Abend fand mit meet &
greet, lecker Essen und einem Gläschen Korea
einen gemütlichen Ausklang.



Sonntag Morgen um 7:20 Uhr fand die Fahrerbesprechung im Fuji Media Center
statt.

Wichtigste Neuerung war der evtl. Einsatz des
Intervention Cars.
Von 8:00 bis 08:30 Uhr war das erste freie Training angesetzt,
so dass jeder für 10 Minuten raus konnte um die Funktion des Transponders an
seinem Möff zu testen.
Um 9:10 Uhr begann das 30-minütige Zeittraining,
dass unser Startfahrer Christian K. als schnellster von uns mit 2:17,xx
abschließen konnte.
Diese Zeit wiederum ergab einen 26. Startplatz bei einer Teilnehmerzahl von 56
Teams. Wir waren zufrieden.
10:50 Uhr: Le Mans Start zum 6 Stunden Rennen.
Nach dem Sprint über die Strecke wollte
Christian K. zwei mal den ersten Gang einlegen und verlor einige
Plätze.
Die Nervosität war nach einigen Runden verflogen und mit Zeiten von
2:17 - 2:14
kämpfte er sich bis auf die 17. Position nach vorne.
Wir standen an der Boxenmauer und verfolgten das Rennen auf dem Zeitmonitor.
Doch plötzlich kam Christian K. nicht mehr an uns vorbei und es wurden keine
Rundenzeiten mehr angezeigt.
Es vergingen gefühlte 114 Jahre, bis wir von der
Racecontrol die Info bekamen #114 in der Bit-Kurve gestürzt.
Keine Info über den Fahrer, oh noo noo noo nooooooo !!! Christian S.,
einer unserer Boxenkollegen kam zum Wechsel rein
und gab Entwarnung: Fahrer steht wieder. Im Rennbüro
wurde dies dann bestätigt und man gab uns einen zweiten
Transponder, damit wir das Rennen fortsetzen konnten. Unseren Christian und
seine 1000er K5 könnte man zur Zeit nicht
wieder in die Box zurück bringen, das würde noch eine Weile dauern....
Michael und ich beschlossen erstmal das Rennen vom letzten Platz wieder aufzunehmen,
schnallten den Ersatz - Transponder an Michaels CBR und einigten uns auf 40
Minuten Turns.
Zwei Männer - eine Mission: Aufgeben gilt nicht! Es waren ja nur noch 5,5
Stunden...

Schnell merkten wir wie anstrengend 40 Minuten Turns werden können
und die gleiche Zeit als Pause zum tanken, Reifen wärmen, trinken, pullern,
Bremsbeläge wechseln, trinken und pullern
so wie 5 Minuten Erholungsphase eigentlich
14 Minuten zu kurz ist.
So bissen wir die Zähne zusammen und kämpften uns abwechselnd langsam weiter nach
vorne.
Christian M. (Christian Nummer drei ;-) kam zu Besuch und
wir waren sehr sehr dankbar, dass er uns unter die Arme Griff.
So half er uns vom Bock und wieder rauf und erledigte die letzten Tankvorgänge
für uns.
Unser Bruchpilot kam nach einigen Stunden auch wieder in die Box zurück und war
wohl auf!

Gegen 16:52 Uhr war es endlich vollbracht und meine treue, alte K1
schleppte mich über die
Ziellinie.
We survived! Danke Micha, tapfer gekämpft!
Das Feierabendbier bei der Einfahrt in die Boxengasse hatten wir uns verdient!

Wir kamen vom letzten Platz noch als
40. (53 gewertet) ins Ziel und
haben in Klasse 1 den 24. Platz von 31 eingefahren.
Alle Ergebnisse beim DMC!

Glückwunsch an unsere Boxenkollegen #696 & #329die
jeweils den 3. Platz in der 600er und der 750er Klasse erkämpfen konnten,
an die Sieger und Finisher des Rennens!
Gute Besserung an alle Gestürzten!
Endurance rockt!
Vielen Dank an das Team von Dunn-Racing, die uns köstlich in der ADAC Lounge versorgt haben:

Danke an den
DMC für diese
tolle Veranstaltung!
Muskelkatergrüße,
#14